Walderlebnistag der 3. Klasse

„Sehen wir heute
auch echte Tiere?“

Das
war eine der ersten Fragen, die ein Kind aus der dritten Klasse an den
Mitarbeiter des Bayerischen Staatsforstes richtete. Passend zum HSU-Thema „Der
Wald“ hatte Herr Klaus am 20.5. einen Unterrichtsgang in das Westerholz nahe
Scheuring geplant. Trotz der schlechten Wetterprognose schritt er munter voran,
um seine Schüler für das ohnehin schon interessante Thema zu motivieren.

Herr
Beltz, der die Führung leitete, hatte vier verschiedene Stationen vorbereitet,
welche die Kinder immer im Team durchlaufen durften. Zunächst ging es darum,
das schon in der Schule gelernte Wissen anzuwenden: An einer passenden Stelle
befanden sich an den Bäumen Fotos von Tieren und Bäumen verschiedenster Art,
welche die Kinder gemeinsam bestimmen mussten. Nicht ganz einfach und so rieb
sich mancher beim Anblick der Esche oder des Eichelhähers ratlos die Augen.
Nachdem die Lösung besprochen wurde, stärkten wir uns mit unserer Brotzeit, bis
wir die Wanderung durch den Forst fortsetzten.

An
der zweiten Station galt es im Team eine Holzscheibe von einem Fichtenrundholz
abzusägen. Diese waren auf Sägeböcken aufgelegt und die Kinder staunten nicht
schlecht, dass sie sich ausgestattet mit Handschuhen einfach so ans Werk machen
durften. Bis jedes Kind seine Scheibe abgesägt hatte, dauerte es natürlich ein
Weilchen, so dass der Förster – auch mit Rücksicht auf die schlechte
Wettervorhersage- den geplanten Spaziergang um eine Station verkürzte.

An
der nun letzten Station waren zahlreiche Holzpflöcke am Boden, die nach Farben
und Reihenfolge mit Zahlen gekennzeichnet waren und richtig aufeinandergesetzt
ein kleines Blockhaus ergaben.

Wieder
staunten die Erwachsenen nicht schlecht, wie kooperativ die doch recht große
Klasse miteinander verhandelte und sich beriet, anpackte und schuftetet, bis
schließlich das Haus vor ihnen stand, bereit mit dem Dach gedeckt zu werden.
Doch au weia, irgendwie war es verzogen und die Wände waren so schief, dass das
Dach nicht mehr passen wollte. Einige ließen sich von dem Misserfolg nicht
unterkriegen und versuchten noch nachzubessern, doch das herannahende
Donnergrollen veranlasste nun auch Herrn Klaus und Herrn Beltz, die Kinder an
diesem Punkt zu unterbrechen und zum Rückweg zu bewegen.

Kurz
bevor die Gruppe atemlos den Bus erreichte, gab es einen kräftigen Donnerschlag
und der Gewitterregen setzte ein, so dass Lehrer wie Kinder erleichtert im Bus
die Heimreise antraten und voller Eindrücke in die Schule zurückkehrten.

Vielen
herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals Herrn Belz für die
abwechslungsreichen Stationen und dem Busfahrer, der von sich aus schon früher
zum Treffpunkt gekommen war, da auch er das herannahende Gewitter bemerkt
hatte.